nach einer fast einjährigen buchlesepause liegt endlich mal wieder was neues an der nachttischlampe [dieses wort muß ich immer in mindestens zwei anläufen schreiben, weil ich eine buchstabenwiederholschwäche habe: wochende, kunstofffenster, abruch, usw. ... des rätsels lösung ist hier natürlich die "nachtischschlampe", weil ich beim schreiben merke, daß ich was vergessen habe - um es dann an falscher stelle nachzuholen. außerdem verdreht mein gehirn in echtzeit fast jedes wort, was irgendwie auf eine schweinerei hindeuten könnte. aber es gibt schlimmeres.
vollgefurzte bürostühle zum beispiel. aber, ich schweife ab ... ].
was mir beim lesen der ersten seiten extrem auffällt: es ist verdammt schwierig einen text zu lesen, in dem das normale leben adolf hitlers in romanform geschrieben wird. sätze wie "
adolf grüßte höflich und klopfte seinem begleiter auf die schulter ..." muß man erstmal lesen lernen.
im zweiten schritt fällt mir dann auf, daß die person hitler in unseren köpfen meistens ein völliges kunstprodukt ist, was mit einem menschen an sich nur ganz wenig zu tun hat. hinter verschlossenen türen und im kreise derjenigen die meine gedanken nicht falsch verstehen wollen bezeichne ich die person hitlers als das erste pop idol der geschichte [anders ist auch nicht zu erklären, wie man wider besseren wissens auch heute noch ein "fan" von ihm sein kann]. ich wüßte jedenfalls nicht, wem frauen vor ihm kreischend hintergerufen haben, wie es im prinzip immer passiert ist wenn der autokorso des diktators durch die mengen fuhr. und weil er bzw. seine schergen um ihn herum zu auch noch erfinder des allumfassenden
corporate design waren [also genau das, worauf große firmen seit längerem total abfahren], dessen intention in nürnberg seinen höhepunkt fand, hat das alles so bei den massen funktioniert wie es leider funktioniert hat.
achja, der titel dieses ungemein geistreichen beitrages hat etwas damit zu tun, daß das buch den gedanken aufgreift, was passiert wäre, wenn hitler an der kunstschule in wien angenommen worden wäre, an der er real zweimal abgewiesen worden ist. im gedachten fall ist aktzeichnen jedenfalls nicht ganz das thema des jungen malers adolf h. ...
| rubrik: von beginn an lesenwert |